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Ostbalticum

Die erste Etappe im Projekt „Ostbalticum" - Die Inventarbücher des Prussia-Museums

19-12-2011

m Dezember 2008 erschien in Olsztyn eine ungewöhnliche, dreisprachige Publikation (Abb. I)1. Dieses Ereignis bildet nicht nur die Krönung eines redaktionellen Prozesses, sondern kann zugleich als eine wichtige Etappe bei der Wiederherstellung von vermeintlich verlorenem Wissen über die Vergangenheit angesehen werden - Wissen, das einst zugänglich war, systematisiert und erweitert wurde, um dann in den Wirren des Zweiten Weltkriegs unterzugehen. Um die Bedeutung dieser Publikation zu verstehen, ist es notwendig, sich 160 Jahre in die Vergangenheit zurückzuversetzen.

1844 wurde in Königsberg die Altertumsgesellschaft Prussia gegründet, die nahezu vom Beginn ihres Bestehens archäologische Fundstücke sammelte, sowohl von älteren wissenschaftlichen Gesellschaften als auch von den Ausgrabungen ihrer Mitglieder. In den Sammlungen des Prussia-Museums befanden sich auch Kunstgegenstände sowie ethnografische und historische Exponate. Berühmt war der der preußischen Militärgeschichte gewidmete Moskowitersaal. Ursprünglich befand sich der Sitz des Prussia-Museums im so genannten Königshaus der Königsberger Universität, nach einer kurzen Weile aber verlegte man das Museum ins Königsberger Schloss, wo es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verblieb. Die Samlungen des Prussia-Museums war eine der größten ihrer Art in diesem Teil Europas, deren Bedeutung weit über die Grenzen Ostpreußens hinausreichte. Die archäologischen Sammlungen des Königsberger Museums waren so wichtig für die Geschichte dieser Region, dass die damaligen wissenschaftlichen Größen aus Nordeuropa anreisten, um diese zu studieren und zu analysieren. Zu erwähnen sind hier Gustaf Kossinna, Martin Jahn, Felix Jakobson, Nils Aberg, Carl Axel Moberg, Martha Schmiedehelm oder Harri Moora. Anhand der Fundstücke des Prussia-Museums erstellte der hervorragende Königsberger Forscher Otto Tischler eine relative Chronologie für die römische Kaiserzeit und die frühe Völkerwanderungszeit, die bis heute weitgehend aktuell ist.

Anna Bitner-Wröblewska, Tomasz Nowakiewicz und Aleksandra Rzeszotarska-Nowakiewicz

Abb. 1. Umschlag des ersten Bandes von Aestiorum Hereditas I. Projekt Tomasz Cicinski.



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